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Neues aus der Welt der Motivation

Was unsere Motivation aufrecht erhält und unsere Ziele wirklich erreichen lässt.


Um Motivation und Vorsätze zu erstellen, braucht es nicht unbedingt die guten Vorsätze zu Silvester. Oftmals sagen wir uns, dass es so nicht weitergehen kann und dann nehmen wir uns vor, ab morgen, nächster Woche oder ab nächstem Monat mehr Sport zu treiben, weniger zu essen, mehr zu lesen, weniger Netflix zu schauen und öfters zuhause mehr aufzuräumen.

Anfangs ist die Motivation auch wirklich da und sehr hoch, doch nach einiger Zeit wird sie immer weniger, bis wir gefrustet und entmutigt aufgeben.

Aber woran liegt das und was können wir tun, um die Motivation langfristig aufrecht zu erhalten und unsere Ziele zu erreichen?



Grundsätzlich ist unsere Psyche darauf ausgelegt, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen und das hat auch einen guten Grund. Unser Gehirn schaltet bei Ruhe auf Reserve und macht das auch so oft wie möglich, um genug Kapazität freilegen zu können, wenn eine Bedrohung bevor steht und es gilt, unser Überleben zu sichern. Große Anstrengungen, die unternommen werden, ohne dass eine ersichtliche Bedrohung im Raum steht, werden also tunlichst vermieden. Hier könnte der Wortlaut unserer Psyche wie folgt lauten: "Was machst du denn da? Wir werden doch gar nicht bedroht, also chill doch mal!" Nur blöd, wenn man sich vorgenommen hat, künftig mehr Sport zu treiben.

Wie können wir diese Krux also überwinden und unsere Motivation beibehalten?

Schauen wir uns verständnishalber noch einmal kurz ein paar Hintergründe an. Zunächst einmal gibt es zwei, inzwischen ziemlich bekannte Formen der Motivation, nämlich die extrinsische und die intrinsische. Zu den EXtrinsischen Faktoren gehören, wie im Namen schon enthalten, die Faktoren, die von EXtern, also von außen kommen. Dazu zählen u. a. der soziale oder berufliche Status, Macht oder auch Reichtum etc.. Zu den intrinsischen Faktoren der Motivation zählt man hingegen alles, was einen von innen antreibt, wie z.B. Spaß, Sinn oder einfach Lust.

Woran liegt es also, dass wir manche Dinge wie Diäten o.ä. nicht zu Ende bringen, obwohl zunächst ausreichend Motivation vorhanden ist?

Hier lohnt es sich einen Blick auf die eigenen Werte zu legen (am Ende des Artikels findest du ein Arbeitsblatt, das dir dabei hilft deine Werte heraus zu finden).


Der Zusammenhang ist ziemlich einfach. Wenn du dir vornimmst, ab jetzt mehr Sport zu machen, aber dir Werte wie Familie, Genuss und Ruhe sehr wichtig sind, dann wirst du dich immer für die Werte entscheiden, die dir wichtiger sind. Wenn es also darum geht, dass du die Woche über viel gearbeitet und wenig Zeit für deine Familie hattest (vielleicht, weil deine Werte Erfolg und finanzieller Wohlstand sehr wichtig sind), dann wirst du dich für das leckere Abendessen mit deiner Familie entscheiden.

Was also tun, um langfristig die gesetzten Ziele zu erreichen? Werde dir über deine eigenen Werte klar und versuche zu schauen, welchen Werten du mehr an Bedeutung in deinem Leben beimessen möchtest und dann versuche diese so gut es geht in deinen Alltag zu integrieren, ohne dass sie mit den bisherigen wichtigen Werten kollidieren.

Wichtig für die Veränderung ist, dass diese nicht zu groß und nicht mit zu viel Anstrengung verbunden ist. Das soll nicht heißen, dass wir nur Dinge mit sehr wenig Anstrengung unternehmen sollen, sondern es ist wichtig, diese Angewohnheit langsam in das Leben zu integrieren. Wie wir oben gelesen haben, ist unsere Psyche kein Freund von immensen Anstrengungen, daher ist es besser, wenn man die Dinge, die man ab jetzt anders machen möchte, langsam einschleichen lässt.

In einer Studie haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es 21 Tage dauert, bis wir uns an etwas Neues gewöhnen. Danach ist es jedoch wichtig, dass wir die Handlung so lange weiter führen, bis sie sich zur Gewohnheit etabliert. Über die genaue Dauer gibt es inzwischen sehr viele verschiedene Zahlen. Am besten, du machst es einfach so lange, bis du es vermisst, wenn du die Handlung nicht mehr ausführst. Zudem ist es auch ein Unterschied, ob du dir vorgenommen hast, täglich mehr zu trinken oder dich ab jetzt 3x die Woche aufraffst um ins Fitnessstudio zu gehen und Sport zu machen. Die Goldene Regel ist also: dran bleiben!

Und dann gibt es da noch etwas, das viele nicht haben: Geduld. Hier hilft vielleicht die Überlegung, dass wir den nicht erwünschten Zustand auch nicht von heut auf morgen in unser Leben etabliert haben. Deshalb dürfen wir auch nicht erwarten, dass die Veränderung Wunder vollbringt.


Dir gutes Gelingen, viel Spaß, schöne Ziele und grandiose Veränderungen in deinem Leben!

Bleib dran und sei stolz!



Werte
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Hinweise zum Arbeitsblatt:

Auf diesem Blatt findest du verschiedene Werte. Daneben ist eine Skala von 1 bis 5 abgebildet.

1 steht für "ist mir nicht wichtig" und 5 steht für "ist mir sehr wichtig".

Gehe alle Werte durch und bewerte sie auf der Skala. Danach pickst du dir die Werte heraus, die du mit 5 bewertet hast. Aus diesen Werten suchst du dir wiederum die 5 Werte raus, die dir am wichtigsten sind. Diese 5 Werte geben einen Aufschluss darauf, welches deine Werte sind.

Viel Spaß!


Kleiner Tipp: Überlege nicht zu lange. Der erste Impuls ist meist der richtige. Außerdem verändern die Werte sich mit der Zeit und mit dem Alter. Jemand, der 45 Jahre alt ist hat sicherlich andere Werte als ein/e 20-jährige/r.

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