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Orientierungslos – was nun?

Was man gegen die Orientierungslosigkeit tun kann und warum sie gar nicht mal so schlecht ist...

Heutzutage wird den Kindern und Jugendlichen, zumeist über die Social Media Plattformen, suggeriert, dass alles ohne Mühe geht und man locker sein Geld verdienen kann, wenn man den anderen in Videos und Blogs zeigt, wie geil das eigene Leben ist. Wer möchte schon Videos darüber sehen, dass ein Bäcker morgens um vier Uhr in seiner Backstube steht, die Krankenschwester um sechs Uhr am Sonntag die Frühschicht antritt oder der Familienvater heute 6000 Teile am Fließband bearbeitet hat? Dennoch gibt es auch noch die, die einen "normalen" Beruf wählen würden - wenn sie nur wüssten welchen! Ganz ehrlich, ich wusste lange Zeit auch nicht in welche Richtung mein Weg geht und diese Orientierungslosigkeit hat alles andere als Spaß gemacht. Wenn man ihr allerdings etwas gutes abgewinnen möchte, so hat sie dazu geführt, dass ich sehr viele Dinge ausprobiert habe.

Das hat nicht nur dazu geführt, dass ich neue Dinge gelernt habe, sondern auch, was ich mag und was nicht. Im Nachhinein würde ich nichts mehr anders machen, denn das Wissen, das ich aus diesen Dingen geschöpft habe und die Menschen, die ich auf meinem Weg kennengelernt habe, möchte ich heute nicht mehr missen.


Früher war es im Lebenslauf noch verpönt, so oft den Job zu wechseln aber das hat sich zum Glück in den letzten Jahren geändert. Wichtig ist aus meiner Sicht nur, dass man zeigt, dass man die Dinge, die man tut, ernst nimmt und sein bestes gibt.

Meine Devise war immer: gehe so, dass Du jederzeit wiederkommen kannst. Und das hat sich bis heute als sehr gute Methode erwiesen. Deshalb lautet mein Rat: probiere so viel wie möglich aus! Und vor allem: nimm´ den Druck raus! Oft hört man von Eltern oder anderen Erwachsenen: "Du musst doch wissen, was Du machen willst. Wenn Du das nicht weißt, dann wird nie etwas aus Dir."

Das ist ungefähr der selbe Druck der aufkommt wenn Du in einem Labyrinth stehst, und jemand sagt Dir Du sollst da jetzt rauskommen.

Den Druck rausnehmen heißt ja auch nicht den lieben langen Tag chillen und nichts tun, sondern einfach ausprobieren was einem liegt, wo die Passion steckt und was einem Spaß macht. Ja, richtig gelesen: Spaß. Natürlich könnte man auch 45 Jahre in einem Job arbeiten, zu dem man sich jeden Morgen zwingen muss. Man arbeitet auf den Feierabend, das Wochenende, den Urlaub und am Ende der 45 Jahre sieht man, dass man zwei Drittel seines Lebens an einem Ort war, an dem man nicht sein wollte. Kein guter Plan.

Der Vorteil, wenn man weiß was man will:

Die meisten Leute wissen was sie NICHT machen möchten. Was es jedoch für einen Vorteil hat, wenn Du rausgefunden hast was Dein Ding ist, möchte ich Dir kurz anhand eines kurzen Beispiels erläutern: Geh mal ins Reisebüro und sage der netten Damen am Schalter, dass Du in den Urlaub möchtest. Sie wird Dich sicherlich fragen, wo es hingehen soll? Was glaubst Du rät sie Dir, wenn Du sagst, dass Du es nicht weißt? Springen wir auf die andere Seite: Du gehst ins Reisebüro und sagst: "ich möchte die Freiheitsstatue sehen". Die Dame am Schalter wird Dir den günstigsten Flug raussuchen und hat wahrscheinlich sogar noch ein paar Tipps auf Lager, wie Du ohne größere Wartezeit und zum Sonnenuntergang das schöne Panorama von New York genießen kannst. Dieses Beispiel soll Dir zeigen, dass Du meistens sogar noch einen Zugewinn verbuchst, wenn Du weißt, was Du möchtest. Und jetzt geh probieren! Ahoi Du Schatzsucher!

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